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Arbeitsamt -.-

Das sind eigentlich 2 Stories...

1. Story
2. Story

1. Story

Leider muss meine Mutter vom Arbeitsamt leben... Das hat zur Folge, dass man regelmäßig einen Kontoauszug vorweisen muss, um zu beweisen, dass man nicht illegal arbeitet, oder sonstige nicht angemeldete Einnahmen hat...
Jedenfalls wollten sie einen Kontoauszug von mir haben, den ich auch brav wie ich bin sofort und pünktlich eingereicht habe... Kurz darauf kam ein Brief:
"Bei der Prüfung ihrer Unterlagen ist uns aufgefallen, dass sie nicht angemeldete Einnahmen hatten. Wenn sie Zinsen erhalten, sind sie dazu verpflichtet diese Einnahmen anzugeben. [um das klar zu stellen, bei meinen nicht angemeldeten Einnahmen handelt es sich um einen bombastischen Betrag von ganzen 2 cent -.-]. blablabla, schwafel schwafel schwafel, Betrug, blablablabla... Paragraph so und so... [...]
Daher möchten wir sie bitten, den noch ausstehenden Betrag von 0,02 € an das angegebene Konto überweisen. Zusätzlich zahlen sie bitte noch weitere 10% der von Ihnen nicht angegebenen Einnahmen, also insgesamt 0,05€."
Kleine Anmerkung nebenbei: Ein Standartbrief kostet 0,55€ Porto... Diese Summe allein übersteigt bereits die geforderte Summe, wenn ich alles bezahlt hätte, wäre das ein Reinverlust von Mindestens 50 cent... Zusätzlich kann man die Arbeitskosten zählen. Ich gehe mal davon aus, dass es sich hier um einen Vordruck gehandelt hat, wo sie nur noch meine Daten ausfüllen musste, und dann unterschrieben hat, dennoch denke ich, dass sie mindestens 5 Minuten mit dem Problem beschäftigt war. Bei einem Stundenlohn von 18€ wären das weitere 1,50€ Unkosten... D.h. sie geben 2,05€ aus, um 0,05€ zu bekommen, also machen sie einen Verlust von 2€...
Naja, ich dachte nur, au Backe, Prozentrechnung ist nun echt nicht ihr Fall... Nach meiner bescheidenen Meinung schuldete ich denen nämlich nur 0,022€, nach dem Bankgesetzt müsste das sogar auf 0,02€ abgerundet werden...
Ich habe denen also 0,03€ anstatt der 0,05€ überwiesen, da dies in meinen Augen schon mehr als großzügig ist (immerhin haben sie 0,8 cent mehr bekommen, als gefordert...). Kurz darauf erschien ein weitere Brief (Porto wieder 0,55€, Arbeitszeit wieder ca 5 Minuten, also wieder Unkosten von 2,05€.
"Ihre Überweisung ist bei uns eingetroffen. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass sie nicht die volle Summe überwiesen haben. Daher möchte ich sie auffordern, den noch ausstehenden Betrag von 0,02€ zu bezahlen.

Sollten sie dieser Forderung aus finanziellen Gründen nicht nachkommen können, bitte ich sie in mein Büro, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren" [au ja, ich würde die Summe gerne in 36 Monatsraten abzahlen , hoffentlich fressen die Zinsen mich nicht auf...] Ich ignoriere das erst mal, immerhin hab ich meinen Pflichtbetrag bereits bezahlt, dann kommt ein weiterer Brief (ich liebe es, Post zu bekommen, das zeigt, dass jemand an mich denkt...) "Letzte Mahnung.
Nochmals möchte ich bei Ihnen den Betrag von 0,02€ einfordern.

Sollten sie dieser Forderung aus finanziellen Gründen nicht nachkommen können, bitte ich sie in mein Büro, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Wenn sie nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, und auch dieser Forderung nicht nachkommen, sehe ich mich gezwungen, Ihnen weitere Kostenpflichtige Mahnungen zu schicken. Der nächste Inkassoversuch wird sie 5,86€ kosten." [wtf??? Das ist ja 293 mal mehr, als ihre Gesamtforderung ]
Zum Festhalten, zu dem Zeitpunkt hatten sie bereits 3 Briefe zu je 0,55€ Porto zustellen lassen, und locker 15 Minuten an Bearbeitungszeit verbraucht, was einen Gesamtwert von 6,15€ bedeutet. Von mir haben sie 0,03€ erhalten, womit sich ihr Gesamtverlust auf 6,13€ belauft. Dann dachte ich, rufste die Tante doch mal an.
I=Ich
F=Frau

I: Schonen guten Tag, S. mein Name, ich rufe wegen der Briefe an, die sie mir zugestellt haben.
F: Ja guten Tag Frau S. ...
I (unterbreche sie): HERR S. wenns recht ist. [blöde Tusse]
F: Entschuldigen sie bitte, es geht sich um die noch offene Forderung, von 2 cents. [ich schalte Lautsprecher ein, um meiner Familie an dieser Komödie teilhaben zu lassen].
I: Ich habe Ihnen doch bereits 3 cent überwiesen, wie kommen sie überhaupt auf den Gesamtbetrag von 5 cent.
F: Die 5cent ergeben sich aus den von Ihnen nicht angegeben 2 cent, und 10% Strafe, weil sie das nicht angegeben haben.
I: Ja, und 2 cent, plus 10% ist wie viel?
F: Der PC sagt, es seien 5 cents
*an dieser Stelle hab ich das Mikrophon des Telefons abgeschaltet, um mich kurz vor lachen auszuschütten...*
I: Sie benutzen sicher Windows XP, oder?
F: Wiso?
I: Nichts, rechnen sie das bitte noch mal nach, ich kann mir das mit den 5 cent nicht so wirklich vorstellen... Da muss Ihnen ein Fehler unterlaufen sein...
F: Einen Moment, ich gebe das mal schnell in den PC ein
I: Ich warte...
F: Ja, 5 cent, 2 cent plus 10% sind 5 cent...
I: Wie bitte??? Irgendwas stimmt mit Ihrem PC nicht, wahrscheinlich ist Windows installiert, rechnen sie das mal bitte mit einem Taschenrechner nach... [nach solcher Blödheit hatte ich jegliche Hoffnung verloren, dass sie das im Kopf hinkriegen könnte]
F: Moment mal bitte... [paar Minuten auf den Taschenrechner einprügeln]. Oh, sie müssen ja 2,20€ bezahlen...
I: *prust* BITTE??? Das ist ein Scherz oder?
F: Oh Entschuldigung, ich meinte 2,2 cent... hm, das muss ja eigentlich abgerundet werden, das heißt, sie haben uns einen cent zu viel überwiesen, möchten sie den cent zurück haben?
I: Ich bitte darum! Auf wiederhören...
F: Auf wiederhören...

2 Tage später hatte ich meinen cent wieder, und die Frau hat am Telefon wieder 15 minuten verschwenden, zusätzlich zähle ich noch 5 Minuten für die Rücküberweisung meines cents...
Insgesamt hat sie also 35 Minuten und drei Briefe geopfert, und dafür haben die ganze 2 cent bezahlt.
Ausgaben: 12,15€
Einnahmen: 0.02€
Verlust: 12,13€
Wenn eine Firma so arbeiten würde, wäre sie pleite...

OK, hier die zweite Story...

Also ich wohne nun schon seit einiger Zeit in meiner eigenen Wohnung, und habe von daher nicht mehr viel mit dem Arbeitsamt zu tun... Eigentlich...
Vor geraumer Zeit erhalte ich Post. Da werde ich von so einer Tante zu einem "Eingliederungsgespräch" eingeladen... Ich denk, was will denn das Arbeitsamt von dir... und ignoriere den Hinweis geflissentlich... Hab sonst wichtigeres zu tun...
Eine Woche später kommt ein Brief, wo sie mir vorschlagen eine Ausbildungsstelle als Tankwart anzufangen... Ich frage mich nur, was der Unsinn soll, und merke, dass ich zu wenig Kartons habe, und meinen Papiermüll immer abführen zu lassen... Und dann schickt das blöde Arbeitsamt mir noch mehr Papiermüll... *grmpf*
Eventuell sollte ich denen mal mitteilen, dass ich

  1. Schüler bin, und ziemlich blöd wäre, wenn ich jetzt meine Schullaufbahn abbrechen würde
  2. Einen Arbeitsplatz habe, der recht gut bezahlt ist, und den ich auch behalten möchte
  3. Unter Garantie kein Tankwart werde...

Also ruf ich da an, und rede mit der Frau (nebenbei bemerkt, es ist eine andere als oben)...
I: Ja, schönen guten Tag, S. mein Name, ich rufe an, wegen den Briefen die sie mir geschickt haben.
F: Ja genau, sie sind nicht zu dem Termin erschienen, und haben nicht auf die Arbeitsangebote reagiert, deswegen mussten wir Ihren Lebensunterhalt auf 80% kürzen...
I: Öhhhm, ich bekomme gar nichts von Ihnen, was wollen sie da bitte kürzen?
F: Sicher bekommen sie Lebensunterhalt von uns, sie sind hier als Hartz IV Empfänger geführt. Dafür muss man sich nicht schämen.
I: Das ist es nicht, ich schäme mich nicht, aber ich bekomme nichts von Ihnen, ich gehe arbeiten, und bestreite so meinen Lebensunterhalt...
F: Wenn sie arbeiten gehen, müssen sie das melden, dann müssen wir Ihren Lebensunterhalt kürzen... Was verdienen sie denn???
I: OK, noch mal zum mit schreiben: Ich bekomme nichts von Ihnen!
F: Aber sicher, hier im PC steht, dass sie monatlich ***€ von uns erhalten...
I: Nicht das ich diese lustige Summe Geld ablehne, aber leider ist auf meinem Konto absolut gar nichts, nicht ein einziger Euro angekommen...
F: Das wird niemand erfahren, dass sie bei uns Hilfe zum Leben erhalten, daher müssen sie sich nicht schämen...
*Ich dachte nur: "Sie sollten sich aber für ihre mangelnde Auffassungsgabe schämen!"*
I: Ich schäme mich ja auch nicht...
F: Was ich hier gerade sehe, sie haben schon die 2 Gesprächstermine verstreichen lassen und auf 4 Jobangebote nicht reagiert (ein mal Erntehelfer, ein mal Tankwart, und 2 mal Putzmann). Leider werden wir ihren Unterhalt zum Leben drastisch kürzen müssen...
I *aus Verzweiflung, da ich dachte es hat keinen Zweck*: Na und, wenig Geld fürs gar nichts tun ist immer noch besser als viel Geld fürs arbeiten, ich will nicht arbeiten, und solange der deutsche Staat mir ermöglicht, auf seinen Kosten mein Leben zu bestreiten mach ich dies, auch wenn ich dafür auf einige Annehmlichkeiten verzichten muss. Das ist es mir wert...
F: Das ist ja eine Frechheit, Leute wie sie, machen Deutschland kaputt...
I: Na und, solange ich gut leben kann, wo ist das Problem...
F: Das wird drastische Kürzungen nach sich ziehen...
I: Solange mir genug bleibt, dass ich nicht arbeiten muss...
F (ein wenig erbost): Das werden wir ja noch sehen.
I: OK, auf wiederhören.
F: Auf wiedersehen.

I: Da wir uns momentan nur hören, ist die korrekte Abschiedsfloskel "Auf wiederhören", "auf wiedersehen" könnte man nur sagen, wenn wir uns sehen würden...
F: Tschüss

Seitdem habe ich 7 weitere Briefe von denen bekommen...
In sechs Briefen wurden mir weitere Arbeitsangebote geschickt (allesamt nicht eines Abiturs würdig), und in dem siebten Brief wurde mir ein Bescheid geschickt, dass meine Arbeitslosenhilfe für 12 Monate auf 20% gesenkt wurde... Da ich noch nie in meinem recht kurzen Leben von denen auch nur einen cent erhalten habe, interessiert es mich nicht sonderlich, was ich mich allerdings frage: Existiert in Deutschland irgendwo ein armes Schwein, das nur noch 20% Arbeitslosenhilfe erhält, weil ich die Frau verarscht habe, oder sind das nur imaginäre Kürzungen...
Bei mir haben sie jedenfalls nichts gekürzt (wie auch, bekomme ja gar nichts...)

20.3.07 19:51
 


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